Die Abschnitte, Etappen, Phasen eines universellen Entwicklungskreislaufes

 

Die Lebensfilmdramaturgie/Der universelle Kompass arbeitet nach dem Prinzip einer stärker werdenden Lupe.  Dazu wird mit drei Unterteilungen des Entwicklungskreises gearbeitet:  

 

4 Abschnitte, 12 Etappen, 36 Phasen . 

 

Je feiner man unterteilt, desto präzisere und inhaltlich konkretere Aussagen erhält man.

 

Im 1. großen Abschnitt des Prozesses/der "Reise" (er umfaßt die ersten drei Etappen oder 9 Phasen) geht es ausschließlich darum aus alten, entwicklungsbehindernden Verhältnissen herauszukommen und eine neue Vision, ein neues Ziel zu finden.

Meist wird der Reisende (der Mensch, die Beziehung, das Projekt, die Firma usw.) hier überwiegend "gereist".

 

Das heißt, man wird mehr oder weniger unfreiwillig für die eigentliche Reise vorbereitet oder besser: in mehreren Schritten hineingeschubst.

Je früher man in diesem Abschnitt die Situation erkennt, desto freiwilliger kann man die hier anstehenden Prozesse vollziehen und damit auch viel mehr mitgestalten!

 

Will man genauer wissen, welche Etappe oder Phase also welche archetypische Situation gerade zu bewältigen ist, dann schaut man sich die einzelnen Etappen des Reise-Abschnitts an.

 

Zum 1.Abschnitt gehören zum Beispiel ... 

 

I.ETAPPE  - Heimatwelt/Stabile Ausgangslage = alles ist gut oder zumindest mehr oder weniger im Lot,

der Status Quo der Situation. Das bedeutet, alles bleibt solange im Lot, bis alle

Entwicklungsmöglichkeiten dieser Etappe ausgeschöpft sind.

 

II.ETAPPE II - Veränderung = der Status Quo wird in Frage gestellt, die Heimatwelt, also die stabile Ausgangslage wird erschüttert, Veränderung steht ins Haus .... usw.

 

Will man es noch genauer wissen und möchte erfahren, wo man zum Beispiel gerade mit seinem Projekt, seiner Firma, seiner Beziehung usw. innerhalb z.B. der II.ETAPPE steht, dann holt man die Lupe heraus und schaut auf die den Etappen ungeordneten Phasen nach, z.B.:

 

Die II.ETAPPE beginnt immer mit einer "Erschütterung" (Phase 1) = das heißt irgendwer oder irgendetwas (Menschen, Nachrichtenendungen, Unfälle, alles verändernde große Aufträge, Begegnungen usw.) überbringt die Aufforderung zur Veränderung, was ein deutlicher Hinweis ist, daß die HEIMATWELT keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr bietet, also nicht mehr heil ist, sondern geheilt oder erneuert werden muß. Wie diese Erschütterung in der Regel im normalen Leben daherkommt wird in Vorträgen oder Seminaren anschaulich erläutert. Davon abgesehen wird so ziemlich jeder gleich Ideen haben, was "seine" Erschütterungen waren. Vielmehr interessiert aber ja, wie mit den Herausforderungen der einzelnen Phasen umzugehen ist ...

  

In der Regel folgt dieser "Erschütterung" ( Phase 1) - dann der Phase 2 der "Widerstand" = das heißt, so sehr die Veränderung nach der alten Verhältnisse auch Not zu tun schien, scheint den meisten Protagonisten plötzlich die letzte ETAPPE - die Heimatwelt - so erstarrt sie am Schluß auch war -  doch viel besser und heiler als sie eigentlich war und es wird alles daran gesetzt, sich der Veränderung oder den Aufforderungen zur Veränderung entgegen zu stemmen.

In der Folge kommt es in dieser Phase zu einem Pendeln zwischen weiteren Erschütterungen und weiterem Widerstand dagegen, einem sich Hochschaukeln, was dann zwangsläufig in die Phase 3 der II.Etappe führt ...

 

So geht das dann weiter ETAPPE für ETAPPE, Phase für Phase, wobei jeder Abschnitt, jede Etappe, jede Phase stets eine ganz konkrete Entwicklungsaufgabe bzw. ein konkretes Entwicklungsziel haben, welche erfüllt oder welches erreicht werden muß, damit die Reise weitergehen kann. Im normalen Leben laufen die Etappen und Phasen meist unbewußt und unerkannt ab - ein tieferes Verstehen der Situation im Zusammenhang von dem, was war und was als nächstes folgt, ist aber in der Regel sehr hilfreich.

  

 

Vorantreibende Kräfte innerhalb der Reise

 

Innerhalb der ETAPPEN gibt es dann bestimmte Phasen, in denen so etwas wie "archetypische Reise-Katalysatoren" eingebaut sind und die sicherstellen, daß das Reisen nicht eingestellt, also der Entwicklungsprozeß nicht unterbrochen wird.

Diese "archetypische Reise-Katalysatoren" sind die in allen 3.Phasen auftauchenden Mangelpunkte, die zu erkennen und in Ihrer Sinnhaftigkeit zu verstehen, von Vorteil ist, wenn man leichter reisen möchte.

 

 

Bremsende Kräfte innerhalb der Reise und die Arbeit daran

 

Es gibt reichlich Möglichkeiten innerhalb eine Prozesses, einer Reise in bestimmten Abschnitten, Etappen, Phasen festzuhängen. Man könnte es - meist unfreiwillige - Ankerplätze nennen.

Hier gilt es den Anker zu lichten, damit man weiterreisen kann. Aber Anker liegen in der Tiefe, im Dunkeln und lassen sich nicht immer nach oben holen, weil sie in der Tief festhängen. Und das, woran sie hängen, sieht man meist nicht.

Hier ist dann ein Tauchgang vonnöten oder Detektivarbeit - denn das, woran der Anker hängt und uns nicht weiterkommen läßt, kann ein altes Ereignis sein, ein Thema oder eine Problematik, die wir für Andere übernommen haben oder tragen, sei es aus der Familie oder dem Ahnenfeld.

Es können auch eigene oder von Anderen übernommene Glaubenssätze sein, an denen wir "ankern" oder ganz und gar unbewußte übernommene Aufträge sein - zum Beispiel, wenn der Vater dem Kind unbewußt den Auftrag gibt, die Rolle der verunglückten Ehefrau zu übernehmen.

Es können auch übernommene Identifikationen sein - manch einer hat sich noch nicht von der Identifikation mit dem in der Jugend angehimmelten Rockstar gelöst - und kommt so nie zum eigenen, vielleicht noch viel spannenderen Leben.

Es können auch Manipulationen sein oder Übertragungen, die den Zugang zum eigenen Weg regelrecht gezielt blockieren ....

Anker sollten, wenn das Festhängen nicht gewünscht ist, erkannt und gelichtet werden. Hier hilft die Arbeit mit Kinesiologie, dem Kartensystem der Lebensfilmdramaturgie/universeller Kompass und dann ggf. die Arbeit den Meridianpunkten (z.B. EFT) oder mit Innerwisewerkzeugen.

 

Dies alles geschieht immer in Eigenverantwortung, ersetzt keinen Gang zum Arzt und sollte mit diesem immer vorher besprochen werden, da die Arbeit mit unbewußten Bereichen immer auch Wirkungen im körperlichen Bereich haben können.  

 

Die Elemente der Reise und die Rollen

 

Jedes Geschehen im Leben eines Menschen, einer Firma, Institution oder einer Beziehung setzt sich aus Aspekten oder Elementen zusammen, die während des Reiseprozesses in bestimmte Rollen "schlüpfen" können und dann innerhalb dieser Rollen eine bestimmte Funktion in einer Reise übernehmen.

Mithilfe des hier beschriebenen Systems und/oder dem dazu entwickelten Karten-System kann der Sinn und die Funktion von Geschehnissen bzw. die im Prozess der Reise auftauchen, erkannt und lokalisiert werden.

 

In Beziehungen ist es immer wieder interessant zu sehen, wer welche Rolle im Geschehen übernommen hat.

 

Für einen Unternehmer wird der Begriff "Rolle" jetzt vielleicht ein bischen zu theatralisch daher kommen, aber wenn man den Begriff einmal in einen geschäftsmäßigen Sprachkontext bringt, dann ist das plötzlich ein durchaus interessantes "Theater" für ihn - denken wir doch mal an ein paar Sätze wie diese hier:

 

Die Buchhaltung der Firma hat eine "bestimmte Rolle" im Entwicklungsprozess des Unternehmens übernommen. Wenn man den Inhalt der Rolle nicht durchschaut, dann kann aus dieser "bestimmten Rolle" bald eine "ungute Rolle" werden.

Und wenn dies dann immer noch nicht erkannt wird, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis die Buchhaltung eine "verheerende Rolle" in der Firma spielt.

 

In der Lebensfilmdramaturgie/Universellen Kompass sind insgesamt 36 Rollen lokalisiert und auch ihre Schattenseite beschrieben.

 

Die Reisetypen

 

Nicht zuletzt gibt es auch noch die 12 unterschiedlichen Basis-Reisetypen oder Basis-Typen von Protagonisten.

Die Verhaltensstärken bzw. Potentiale oder besonderen Fähigkeiten eines jeden Reisetypen entsprechen dabei den Notwendigkeiten und Inhalten der 12 Etappen.

So hat manch einer nie Probleme mit den Herausforderungen z.B. der VIII.ETAPPE, wo Mut, Kreativität und Improvisationstalent gefragt sind, aber dafür immer große Schwierigkeiten in jeder X.ETAPPE seiner Reisen, wo es unter anderem um strategisches, also weit vorausschauendes planerisches Denken und diplomatische und Manager-Fähigkeiten geht.

 

In der Projekt- und/oder Teamarbeit ließe sich auf diese Weise schnell erfassen, wer z.B. in welcher Reise-ETAPPE zumindest vorübergehend an der Teamspitze stehen sollte.

 

Dies und vieles mehr wird in Vorträgen und Seminaren erläutert.